Diese Hochzeit auf dem englischen Land wurde dank Stella McCartney besonders emotional
Die Hochzeit von Simon Alexander Lee und Joe Allen in der englischen Landschaft: Fotos aus dem Hochzeitsalbum und die Geschichte des Paares
Simon Alexander Lee und Joe Allen lernten sich 2021 während der Pandemie kennen – bei einem Zoom-Call anlässlich eines Geburtstags. Trotz ihrer sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten funkte es zwischen den beiden. "Joe ist intuitiv, ruhig und strahlt ein stilles Selbstbewusstsein aus; ich hingegen bin ein Planer, der gern jedes Detail im Griff hat", erzählt Simon.
Familie und Freund:innen standen schon immer im Mittelpunkt ihres Lebens. Deshalb war ihnen von Anfang an klar, dass sie eine Hochzeit feiern wollten, bei der sich alle ein ganzes Wochenende lang wie zu Hause fühlen konnten. Ihr Wunsch war es, 150 der Menschen, die ihnen am nächsten stehen, zusammenzubringen und ihnen Raum zu geben, sich zu entspannen, zu lachen, zu tanzen und gemeinsam Erinnerungen zu schaffen. "Mehr als alles andere wollten wir, dass Großzügigkeit jede unserer Entscheidungen bestimmt."
Da beide in der Kreativbranche arbeiten – Simon in der Mode bei Off-White, Joe beim Fernsehen –, spielte auch die Ästhetik eine entsprechend große Rolle. Statt kurzlebiger Trends setzten sie auf zeitlose Eleganz und ein durchdachtes Design, das dennoch nie zu formell wirken sollte. "Unser Leitgedanke war ganz einfach: Wenn unsere Gäst:innen am Ende mit dem Gefühl nach Hause gehen, mehr geliebt als beeindruckt worden zu sein, dann haben wir alles richtig gemacht."
Zwei Anzüge, zwei Persönlichkeiten, ein gemeinsamer Stil
Mode spielt in Simons Karriere eine zentrale Rolle – entsprechend gehörte die Gestaltung der Hochzeitslooks für ihn zu den aufregendsten Teilen der Vorbereitungen. Für den großen Tag trug er einen maßgeschneiderten Anzug von Off-White, an dessen Entwurf er selbst beteiligt war. Der Look wurde so zu weit mehr als nur einem Hochzeitsanzug: Er entstand in enger kreativer Zusammenarbeit mit dem Team, das sein Berufsleben in den vergangenen sechs Jahren entscheidend geprägt hat. "Es ging nicht darum, etwas Auffälliges oder Theatralisches zu schaffen, sondern etwas mit wunderschönen Proportionen, makelloser Schneiderkunst und zeitloser Eleganz." Das Ergebnis sollte unverkennbar Off-White sein und sich gleichzeitig ganz selbstverständlich in eine Hochzeit auf dem englischen Land einfügen.
Joe entschied sich hingegen für einen maßgeschneiderten Anzug von Hugo Boss, der gemeinsam mit dem Team des Flagship-Stores in der Bond Street entstand. Sein Stil war schon immer zurückhaltender und klassischer als der von Simon – entsprechend standen bei seinem Look Eleganz, Raffinesse und eine perfekte Passform im Mittelpunkt.
Die letzten schneiderischen Feinheiten übernahm Jac Hui, ein langjähriger Freund und Wegbegleiter von Simon in London. "Jacky arbeitet seit vielen Jahren mit mir zusammen und ist schlichtweg der beste Schneider Londons – alle, von Burberry bis Hermès, arbeiten mit ihm. Sein Gespür für Proportionen, Konstruktion und Passform ist außergewöhnlich. Ihm die letzten Anpassungen an unseren beiden Anzügen anzuvertrauen, hat die Looks noch persönlicher gemacht."
Das bewegendste Geschenk? Das Kleid der Mutter
Einer der emotionalsten Fashion-Momente der gesamten Hochzeit gehörte allerdings nicht Simon, sondern seiner Mutter. Je näher die Hochzeit rückte, desto deutlicher wurde, dass sie einfach nichts fand, in dem sie sich wirklich wie sie selbst fühlte. Nach wochenlanger Suche schlug Simon schließlich vor, Stella McCartney zu kontaktieren und sie um Rat zu fragen. "Ich schrieb ihr, und nur wenige Minuten später antwortete sie, dass sie sich nichts Schöneres vorstellen könne, als meine Mutter in einer ihrer Kreationen mit mir zum Altar schreiten zu sehen."
Eine Geste von außergewöhnlicher Herzlichkeit, die Simon und Joe bis heute nicht vergessen haben. Stella und ihr gesamtes Team empfingen Simons Mutter mit viel Wärme und Großzügigkeit und sorgten dafür, dass sie sich während des gesamten Prozesses rundum wohlfühlte. "Sie schließlich in einem maßgeschneiderten Kleid von Stella McCartney zum Altar schreiten zu sehen – elegant, selbstbewusst und unglaublich glücklich –, hat mich unheimlich stolz gemacht."
Ein blühender englischer Garten
Die Blumen wurden während der Hochzeitsplanung zu einer unerwarteten Leidenschaft von Simon und Joe. Gemeinsam mit Sophie von Earth Gallery Flowers verwandelten sie Hunderte Ideen in ein Konzept, das am Ende ganz selbstverständlich und natürlich wirkte. "Mir wurde schnell klar, dass ich sehr viel mehr Meinungen zu Blumen hatte, als irgendjemand erwartet hätte. Sophie begegnete jedem unserer Gespräche mit unendlicher Geduld, Kreativität und Begeisterung."
Als Inspiration diente dabei weniger klassische Hochzeitsfloristik als vielmehr das Gefühl eines englischen Gartens zu Beginn des Sommers. Alles sollte frei, natürlich und voller Bewegung wirken – fast so, als wären die Blumen ganz von selbst in und um die Location gewachsen, anstatt dort arrangiert worden zu sein. Zarte Weiß- und Cremetöne sowie sanftes Grün bildeten eine zurückhaltende Farbpalette, bei der vor allem Texturen und Formen im Mittelpunkt standen. Statt großer, architektonischer Blumeninstallationen ging es vor allem darum, eine Atmosphäre zu schaffen: Die Blumen rahmten die Zeremonie ein, ohne sie zu dominieren, und ließen die Gäste das gesamte Wochenende über in die Natur eintauchen.
Die Torte als Metapher für eine Verbindung
Für Simon kam bei der Hochzeitstorte eigentlich nur Bettys infrage. Aufgewachsen in Yorkshire, verbindet er die traditionsreiche Konditorei seit seiner Kindheit mit besonderen Anlässen. Geburtstage, Familienfeiern und wichtige Meilensteine wurden mit Torten von Bettys oder beim Afternoon Tea gefeiert. Bestellt wurde die Hochzeitstorte in der Bettys-Filiale in Ilkley: eine traditionelle mehrstöckige Kreation, die die unterschiedlichen Persönlichkeiten der beiden widerspiegeln sollte. Die unteren Etagen bestanden aus Vanillebiskuit mit Buttercreme und den für Bettys typischen Fondant Fancies, während die oberste Etage ganz klassisch aus Fruit Cake bestand.
Und genau hier kam Joes Geschmack ins Spiel. "Joe hat eine echte Schwäche für Traditionen und konnte sich eine Hochzeitstorte ohne Fruit Cake einfach nicht vorstellen – während ich selbst nicht gerade der größte Fan davon bin." Wie so oft in ihrer Beziehung fanden die beiden auch hier einen Kompromiss, mit dem am Ende beide glücklich waren. "Die Torte wurde zu einer schönen Metapher für unsere Ehe: zwei unterschiedliche Perspektiven zusammenzubringen und daraus gemeinsam etwas noch Besseres zu schaffen."
Sehen Sie hier alle Fotos aus dem Hochzeitsalbum von Simon und Joes Hochzeit in der englischen Landschaft.
Simon @simonalex.lee Joe @jsjallen
Veranstaltungsort: @huntshamcourt
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